Lieferumfang:
Spielbrett mit Steinen für das Backgammon-Spiel
Dieses 5000 Jahre alte Spiel wurde in der „verbrannten Stadt“, der archäologischen Fundstelle in der iranischen Provinz Sistan und Baluchestan, gefunden. Dieses ist älter als Jenes, das Mitte der 1920er Jahre in der Stadt Ur vom britischen Archäologen Sir Leonard Woolley entdeckt wurde. Weitere Spielbretter fand man im Grab von Tutenchamun, die etwa um 1.300 vor Christus entstanden sind.Viele Grabmalereien zeugen von der Beliebtheit des Brettspieles, das sowohl von den Führern als auch vom gemeinen Volk gespielt wurde.
Aufbau des Spiels:
Backgammon Brettspiel mit Anfangsaufstellung und Zugrichtungen
Das Spielbrett besteht aus 24 Dreiecken, Points oder „Zungen“ genannt, von denen sich jeweils 12 auf einer Seite befinden. Zwischen dem 6. und 7. Point auf jeder Seite werden die Points durch die so genannte Bar in das Home- und das Outer-Board aufgeteilt. Gespielt wird mit 15 weißen und 15 schwarzen Steinen, deren Aufstellung fest vorgegeben ist. Dabei spielt Weiß mit und Schwarz gegen den Uhrzeigersinn: Auf dem jeweils ersten Point (also für Weiß ganz rechts, für Schwarz ganz links) liegen zwei Steine, auf dem in Spielrichtung liegenden 12. Point (somit ganz links für Weiß, ganz rechts für Schwarz) jeweils fünf, dann auf dem 17. Point jeweils drei und auf dem 19. Point wieder jeweils fünf Steine. Gewürfelt wird mit zwei sechsseitigen Würfeln.
Ziel des Spiels
Ziel des Spieles ist es, alle seine Spielsteine in das Home-Board zu bringen und sie hinauszuwürfeln.
Spielbeginn und Spielablauf
Beim ersten Wurf verwendet jeder Spieler nur einen Würfel. Der Spieler, der die höhere Augenzahl gewürfelt hat, beginnt. Er darf seine Steine um die eigene Augenzahl und um die des Gegners vorrücken. Nach dem Eröffnungswurf würfeln beide Spieler abwechselnd mit zwei Würfeln.
Jeder Spieler setzt seine Steine entsprechend der gewürfelten Augenzahlen. Die Augenzahlen werden nicht zusammengezählt sondern einzeln gesetzt. Beide Augenzahlen können jedoch mit einem Stein gesetzt werden. Dabei ist es egal, welche Zahl zuerst gesetzt wird.
Die Spielsteine werden vom Home-Board des Gegners aus über das Outer-Board zum eigenen Home-Board hin gezogen. Die Steine können nur auf Felder gesetzt werden, die noch offen sind, d. h. auf denen sich nicht mehr als ein gegnerischer Stein befindet. Felder, die bereits mit zwei oder mehr gegnerischen Steinen besetzt sind, können von den eigenen Steinen nicht benutzt werden.
Wenn möglich, muss so gesetzt werden, dass beide Zahlen benutzt werden. Ist das nicht möglich, muss zuerst versucht werden, die höhere zu verwenden, dann die niedrigere. Kann keine der beiden Zahlen verwendet werden, so setzt der Spieler aus.
Pasch
Würfelt man einen Pasch, also zwei gleiche Zahlen (z. B. 6 und 6), so muss man die Augenzahl jedes Würfels doppelt benutzen. Man kann dann also maximal vier Steine ziehen.
Schlagen
Wird ein Spielstein auf ein Feld gezogen, das von einem einzelnen gegnerischen Stein besetzt ist, so wird dieser geschlagen. Dies ist auch möglich, wenn man auf diesem Feld nur einen „Zwischenstopp“ macht, d. h. mit einem Stein beide Augenzahlen setzt. Geschlagene Steine werden in die Mitte des Spielfeldes auf die Bar gesetzt. Der Besitzer dieses Steins darf erst weiterspielen, wenn er diesen Stein wieder ins Spiel gebracht hat.
Geschlagene Steine ins Spiel zurückbringen
Der Spieler würfelt wie in einem normalen Zug, setzt aber seine Steine gemäß der Augenzahl in das Home-Board des Gegners. Hat der Spieler z. B. eine 3 und eine 5 gewürfelt, so muss er einen Stein auf das 3. oder 5. Feld setzen. Gezählt wird hierbei in der eigenen Spielrichtung. Kann kein Stein gesetzt werden, so verfällt der ganze Wurf und der Gegner ist am Zug. Wurden mehrere Steine geschlagen, so müssen erst alle wieder ins Spiel gebracht werden, bevor der Spieler wieder ziehen kann.
Würfeln
Die Würfel müssen beide glatt auf dem Brett aufliegen. Ist ein Würfel angekippt oder auf einem Stein gelandet, wird mit beiden Würfeln neu gewürfelt. Erst wenn der eine Spieler nach dem Setzen seine Würfel aufgenommen hat, ist der andere Spieler mit Würfeln (oder Verdoppeln) an der Reihe.
Bei Turnieren ist die Verwendung von Würfelbechern zwingend vorgeschrieben.
Illegale Züge
Wenn ein Spieler einen Zug macht, der nach den Regeln nicht zulässig ist, kann der Gegner verlangen, dass ein legaler Zug gemacht wird, muss es aber nicht. Wenn es z. B. einen besseren und legalen Zug gibt, sagt er besser nichts. Sobald der Spieler dann seine Würfel aufgenommen hat, ist diese Position gültig.
Auswürfeln
Befinden sich alle 15 Spielsteine im Home-Board, so darf mit dem Auswürfeln begonnen werden. Die Steine werden aus dem Home-Board entfernt, wenn sie über das letzte Feld des eigenen Home-Boards ins Feld „null“ ziehen können. Kann mit einem Wurf ein Stein nicht direkt ausgespielt werden, so muss der Wurf im eigenen Home-Board gezogen werden. Kann der Wurf nicht gezogen werden, weil nur noch auf niedrigeren Feldern Steine sind, so wird der höchste Stein ausgespielt. Beispiel: Beim Auswürfeln würfelt der Spieler eine 2 und eine 4. Auf Feld 2 befinden sich noch Steine, auf Feld 4 aber nicht. Befindet sich nun ein Stein auf Feld 5 oder 6, so muss dieser regulär gesetzt werden. Sind die Felder 5 und 6 dagegen ebenfalls leer, so wird statt von der Vier ein Stein vom nächstkleineren besetzten Feld herausgenommen. Gewinner ist der Spieler, der zuerst alle Steine herausgewürfelt hat.
Beim Auswürfeln ist auch folgendes möglich: Sitzt z. B. auf dem Feld 6 ein einzelner Stein, so kann der Spieler, wenn er 6 und 1 gewürfelt hat, mit der 6 diesen Stein herausnehmen und dann mit einem anderen die Eins rücken. Er kann aber auch zuerst mit der Eins von Feld 6 auf Feld 5 rücken, und dann diesen Stein von Feld 5 mit der 6 herausnehmen.
Gewinnstufen
Einfaches Spiel
Hat ein Spieler alle Steine abgetragen und hat der Gegner zu diesem Zeitpunkt bereits mindestes einen eigenen Stein herausgewürfelt, so verliert er einfach.
Doppeltes Spiel – Gammon
Hat der Gegner noch keinen Stein herausgewürfelt, so wird das Spiel doppelt bewertet. Diese Situation wird Gammon genannt.
Dreifaches Spiel – Backgammon
Im seltenen Fall, dass sich noch ein Stein des Gegners im Home-Board des Gewinners oder auf der Bar befindet und er noch keinen herausgewürfelt hat, zählt das Spiel dreifach, diese Gewinnstufe wird Backgammon genannt.